motorist 0611Ausgabe 06/2011 im Volltext

Agritechnica 2011

Intelligente Produkte auf dem Vormarsch

Äußerst zufrieden zeigten sich die Aussteller der Agritechnica 2011 mit dem Verlauf der Messe, die von 12. bis 19. November in Hannover über die Bühne ging. Mit über 2.700 Ausstellern aus 48 Ländern und rund 415.000 Besuchern, darunter 100.000 aus dem Ausland, wurde ein neuer Rekord erzielt.

„Als eine der drei größten Industriemessen der Welt spielt die Agritechnica zwischenzeitlich in ihrer ganz eigenen Liga – ein Status, den sie maßgeblich der großen Innovationskraft und internationalen Marktpräsenz der europäischen Agrartechnikindustrie zu verdanken hat“, erklärte VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer im Rahmen der Abschlusspressekonferenz. „Was dabei besonders positiv auffällt, ist die durchweg hervorragende Qualität der Fachgespräche und die außergewöhnlich gute Investitionslaune der Landwirte weltweit“, so Scherer weiter.

Außerordentliche Boomphase hält weiter an

Der VDMA rechnet daher mit einem weiteren Nachfrageschub im Nachgang der Messe. Gemäß einer repräsentativen Ausstellerbefragung des VDMA erwarten rund 85 Prozent der Agrartechnikhersteller in den kommenden sechs Monaten eine sehr gute bis gute Geschäftsentwicklung in Deutschland. Ebenfalls auf Spitzenniveau bewegen sich die Geschäftserwartungen für die Zukunftsmärkte in den GUS-Staaten: Hier rechnen mehr als 90 Prozent der Befragten mit einem anhaltenden Boom.

Landwirtschaftliche Unternehmer rüsten auf intelligente Produktion um

„Diese Boomphase zeigt vor allem eines: Zukunftsbetriebe rüsten kräftig auf intelligente Produktionsprozesse um. ‚Intelligenter Produzieren’ lautet dabei ihr Motto“, sagte Scherer. Zentimetergenaue Navigation, sensorgestützte Datenerfassung und vollautomatische Produktionsabläufe seien mittlerweile etablierter Standard in der professionellen, unternehmerisch ausgerichteten Agrarwirtschaft. Neu hinzugekommen sind marktfähige Lösungen zur Vernetzung der gesamten Prozesskette.
„Schließlich ist ‚Precision Agriculture’ wesentlich mehr als akkurate Spurführung oder punktgenaue Betriebsmittelausbringung: Vom Hofrechner über das Traktor-Geräte-Gespann auf dem Acker bis hin zur Transportlogistik wird die landwirtschaftliche Produktions- und Distributionskette in Zukunft elektronisch steuerbar sein – präzise, effizient und transparent“, erklärte Scherer.

 

Fast die Hälfte der Besucher mit hohem bis sehr hohem Kaufinteresse

Einhergehend mit der zunehmenden technologischen Komplexität in der Agrartechnik habe sich auch das Qualitäts und Qualifikationsniveau der Fachbesucher deutlich gesteigert: „Durchgängig bestens informierte und vorbereitete Besucher ermöglichen abschlussorientierte Gespräche, wodurch Kunden wie Hersteller gleichermaßen profitieren“, betonte Scherer. Schließlich sei es bemerkenswert, „dass fast die Hälfte der Messebesucher mit hohem beziehungsweise sehr hohem Kaufinteresse nach Hannover gekommen sei“. Dies gelte im Übrigen sowohl für die nationalen als auch in besonderem Maße für die internationalen Messebesucher, deren Bedeutung immer stärker zunimmt. Denn mehr als 70 Prozent der Unternehmen sehen die globale Ausrichtung der Agritechnica mittlerweile als maßgeblichen Treiber für ein erfolgreiches Messegeschäft.

Agritechnica 2013

Die nächste Agritechnica findet von 12. bis 16. November (Exklusivtage am 10. und 11. November) auf dem Messegelände in Hannover statt.

 

www.agritechnica.com