01 15Ausgabe 02/2015 im Volltext

Heckenscheren

Akkugeräte auch hier im Vormarsch

Benzin, Elektro und Akku – auch Heckenscheren werden heute in allen drei Bereichen angeboten. Größtes Segment sind nach wie vor die Elektrogeräte, die höchsten Zuwächse gibt es – welche Überraschung?! – bei Akkugeräten. Insgesamt ist der Markt in den letzten Jahren in etwa gleich geblieben.

Heckenscheren gehören zum Standard-Programm des Fachhandels. Die meisten Heckenscheren werden nach wie vor mit Elektromotor verkauft, wobei ihre genaue Zahl schwer einzuschätzen ist. So wurden an Markengeräten mit Elektromotor, die zum großen Teil über den Ladentisch des Fachhändlers gehen, im letzten Jahr rund 35.000 bis 40.000 verkauft. Nicht zu unterschätzen ist aber der Anteil an Elektro-Heckenscheren, die über Diskonter wie Hofer, Penny, Lidl,… verscherbelt werden. Das dürften dann noch einmal mindestens 40.000 sein. Nimmt man alle Geräte mit Elektromotor zusammen kommt man in eine geschätzte Größenordnung von bis zu 80.000 Maschinen.

Elektro-Heckenscheren

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Benzin-Heckenscheren

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Ein Markenanbieter schätzte diese Zahl sogar auf 100.000 Stück.
Rund 10.000 bis 15.000 Stück dieser Zahl (also je nach Ausgangslage ca. 20 Prozent) der elektrisch angetrieben Heckenscheren werden mittlerweile mit Akkus verkauft. – Tendenz wie in allen Akku-Segmenten – steigend.
Auch bei Akku-Heckenscheren geht der überwiegende Teil der verkauften Geräte in Richtung Privatgarten. Allerdings haben sich Anbieter wie das französische Unternehmen Pellenc, (Vertrieb in Österreich über Hochfilzer), aber seit kurzem auch Husqvarna oder Stihl mit rückentragbaren Akkus im Profi-Segment etabliert.
Der unbestreitbar bekannte Vorteil der Akku-Geräte ist ihre geringe Lautstärke und – gegenüber den Elektrogeräten – ihre Unabhängigkeit. Derzeit noch ein Problem sind die Kosten und die beschränkte Laufzeit der Geräte – auch wenn diese immer länger wird. Und zusätzliche Akkus, die die Laufzeit verlängern, kosten entsprechend Geld. Bei Geräten mit rückentragbaren Akku ist natürlich die Verlagerung des Gewichtes ideal.
Aber auch wenn Akku-Heckenscheren den Profimarkt immer mehr erobern, die wahren Heroes im Profi-Bereich sind nach wie vor Heckenscheren mit Benzinmotor. Rund 4.000 Stück werden jedes Jahr verkauft – ohne große zahlenmäßige Ausreißer und fast ausschließlich über den Fachhandel.

Trends zu billigen Nonames oder Akku

Beim Verkauf von Heckenscheren im Consumer-Bereich sehen Insider zwei Trends: entweder immer billiger – da liegt vor allem das Segment der Elektrogeräte aus dem Noname-Bereich – oder man entscheidet sich für ein Markengerät mit Elektromotor. Oder – immer häufiger – für eine Heckenschere mit Akku.
Im Profisegment sind neben dem stagnierenden Markt von Benzingeräten immer mehr Akku-Scheren im Einsatz. Die Nase vorne haben hier vor allem jene Geräte, deren Akku an der Hüfte oder auf dem Rücken zu tragen ist.