Ausgabe 04/2015

04 15Ausgabe 04/2015 im Volltext

Laubsauger/Blasgeräte legen zu

Akku schwächelt noch

Laubsauger, Blasgeräte oder kombinierte Geräte (hand- und rückengetragene Geräte) für das Aufsammeln von Laub und Abfall sind in letzter Zeit vor allem wegen der erhöhten Staubbelastung beim Einsatz immer wieder in Kritik geraten. Trotzdem ist der Markt sowohl von Geräten mit Benzin-, als auch mit Elektromotoren (inklusive Akku) in den letzten Jahren gestiegen. Überraschend große Zuwächse von bis zu zwanzig Prozent gab es im ersten Halbjahr 2015.

Bei den offiziellen Stellen unbeliebt haben sich die Blasgeräte im Raum Graz und Leibnitz gemacht, wo ihr Einsatz aufgrund einer Studie der TU Graz vor kurzem verboten wurden. Auch in Wien steht man ihnen teilweise skeptisch gegenüber.
Trotzdem haben die Verkaufszahlen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Wurden 2005 rund 5.000 Benzingeräte verkauft, waren es 2007 rund 4.000 und 2012 an die 6.000 Stück. 2014 waren die einschlägigen Anbieter mit einer Verkaufszahl von 7.000 bis 9.000 Stück, rund ein Drittel davon sind bereits rückengetragene Geräte, erfolgreich.

Akku – Laubsaug- und Blasgeräte

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Elektro – Laubsaug- und Blasgeräte

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Benzin – Laubsaug- und Blasgeräte

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Geräte mit Benzinmotoren (vorwiegend 2-Takt-Motoren) sind vorwiegend in der Profi-Liga angesiedelt und werden nahezu ausschließlich über den Fachhandel verkauft. Sie sind fast ausschließlich als Blasgeräte konzipiert. Ihr Nachteil sind die Lautstärke, ihr großer Vorteil liegt jedoch in ihrer Leistung und der stärkeren Blasstärke, die von Elektro-und Akkugeräten (noch) nicht erreicht werden kann.

Mehr Elektro-Bläser

Nicht nur bei Benzinern ist der Markt deutlich gestiegen. Auch die Elektrogeräte, die vor allem im Consumerbereich angesiedelt sind, konnten deutlich zulegen: Lagen die Verkaufszahlen 2012 noch bei 10.000 bis 12.000 Einheiten, dürfte sich der Markt im letzten Jahr auf 20.000 bis 30.000 (optimistische Anbieter sprechen sogar von 40.000 Einheiten) gesteigert haben. Die Einschätzungen der einzelnen Markenanbieter liegen vor allem deshalb so weit auseinander, weil der Markt der Billiggeräte (es gibt sie schon zwischen dreißig und vierzig Euro) kaum einschätzbar ist.
Elektro-Bläser/Sauger finden sich in allen Vertriebskanälen, vom Fachhandel über die Großfläche bis zum Diskonter und dem Internet. Wobei rund 70 Prozent über die Großfläche und das Internet (vor allem im unteren und mittleren Preissegment), sowie rund 30 Prozent über den Fachhandel verkauft werden. Akkugeräte die bis auf eine Ausnahme (Pellenc) im Consumersegment angeboten werden, sind derzeit noch abgeschlagen bei jährlich rund 1500 bis maximal 2000 Stück. Tendenz allerdings steigend. Nicht zuletzt deshalb, weil die Industrie im Akkubereich laufend neue Geräte auf den Markt bringt. Trotzdem wird es laut einiger Markenanbieter noch einige Zeit brauchen, bis der Akku auch im Segment Laubsauger/Blasgeräte denselben Stellenwert hat wie etwa bei Motorsensen, Heckenscheren & Co.

Einsätze vom Park bis zur Garageneinfahrt

Benziner werden vorwiegend als Blasgeräte für die Pflege von größeren Flächen verwendet. Ein neuer Einsatzbereich hat sich vor rund drei Jahren erstmals herauskristallisiert. Eine Reihe findiger Bauern mit Hanglagen verwenden Blasgeräte zum Heu wenden.
Private Gartenbesitzer ziehen erfahrunsgemäß beim erstmaligen Kauf ein Kombigerät/Sauggerät vor, mit dem in einem Sack das Laub gesammelt werden kann. In der Praxis zeigt sich dann oft, dass der Sack schnell voll ist und auch ein Sammeln unter Büschen oft mühsam ist. Gern wird dann beim nächsten Mal zu einem Blasgerät gegriffen, das Laub zusammengeblasen und – auf Rasenflächen – mit dem Rasenmäher aufgenommen.

Fahrbare Sauggeräte (Benzin)

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