06 15Ausgabe 06/2015 im Volltext

Motorhacken

Seit Jahren ein stabiler Markt

Der subjektive Eindruck, dass Motorhacken in den letzten Jahren wieder zunehmend eingesetzt werden, hat sich beim Blick auf die Verkaufszahlen bestätigt. In Österreich wurden und werden jährlich – mit kleinen Schwankungen – rund 1.600 Motorhacken verkauft, gut 95 Prozent davon Benziner.

Die Technik, die Motorhacken zu Grunde liegt, ist relativ einfach: Ein Motor (üblicherweise ein 4-Takter) treibt über einen Keilriemen oder Zahnräder die Hackwelle an, auf der die Hackmesser versetzt sitzen. Die Hackmesser schneiden in den festen Boden, die nachfolgenden Messer zerhacken und zerkleinern den Boden weiter. Feste harte Böden werden nach einem oder mehreren Arbeitsgängen krümelig aufbereitet und sind somit fertig für die Saat – oder auch für den Rollrasen. Vielfach unterscheiden sich die gängigen Geräte durch unterschiedliche Arbeitsbreiten und welches Getriebe eingesetzt wird (das wirkt sich entscheidend auf den Preis aus). 95 Prozent der verkauften Motorhacken besitzen einen Benzinmotor, elektrische Geräte mit Kabel werden nur im unteren Leistungsbereich angeboten. Sie sind einerseits abhängig von einer nahegelegenen Steckdose, was ihren Einsatzbereich auf die unmittelbare Umgebung des Hauses beschränkt, andererseits ist die Kraftübertragung nur für wenig kraftraubende Arbeiten geeignet. Ebenso verhält es sich mit Akkugeräten, die zwar von der Steckdose unabhängig sind, aber deren Akkus derzeit ebenso nur für leichtere Böden als Ersatz für eine Handhacke geeignet sind. Unbestritten sind elektrische und Akkuhacken bestens zum Jäten von Unkraut geeignet.
Wie bei den meisten Maschinen und Geräten sind auch Motorhacken heute leichter zu handhaben, leiser und vor allem vibrationsärmer.

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1.600 Motorhacken jährlich

Üppig ist der Motorhacken-Markt in Ös- terreich mit jährlich 1.600 verkauften Geräten nicht gerade. Ähnlich verhält es sich auch mit unserem Nachbarland Deutschland. Es gibt allerdings eine Reihe von Ländern, wo der Motorhackenmarkt noch sehr stark ist – vor allem dort, wo häusliche Landwirtschaft noch Tradition ist. Nummer eins war immer der russische Markt. Hier gibt es allerdings durch die EU-Sanktionen Einschnitte bei den euro- päischen Lieferanten.
Innerhalb Europas ist Frankreich die Nummer Eins. Die meisten Lieferanten verkaufen, so lassen sie durchblicken, ein Vielfaches an Geräten im Vergleich zu Deutschland. Starke Abnehmer von Motorhacken sind aber auch Polen oder Spanien.
Prinzipiell werden Motorhacken vorwiegend von Privatleuten gekauft, vereinzelt von Gartengestaltern (zum Beispiel wenn ein kleinerer Garten neu angelegt wird, etwa wenn Rollrasen verlegt wird und der Boden vorher aufbereitet werden muss). Im gewerblichen Bereich kauft man sich heute einen Traktor mit den passenden Anbaugeräten.

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