06 15Ausgabe 02/2016 im Volltext

Rasentraktorenmäher

Markt bewegt sich wenig

Srotz gegenteiliger Marktprognosen zeigt sich der Markt für Rasentraktoren und Aufsitz- mäher in den letzten Jahren stabil bis leicht steigend. Insgesamt wurden rund 12.500 Mähtraktoren und Rider verkauft, davon etwa 2.200 Stück mit Frontmähwerk, die in der Marktübersicht diesmal nicht berücksichtigt werden.

Wenn  man  also  von  etwas  mehr  als 10.000 verkauften Rasentraktoren und Aufsitzmähern ausgeht, dann ist der Markt seit 2012 stabil (nach 7.000 bis 8.000 Einheiten im Jahr 2007). Inter- essant ist, dass man vor drei, vier Jah- ren noch einen starken Rückgang am Markt vorausgesagt hat. Grund sollte nach damaligen Vermutungen vor allem die große Nachfrage bei Rasenrobotern auch für größere Gärten sein, die dem Rasentraktorenmarkt Anteile wegneh- men sollten. Als weiteren Grund für den Rückgang der jährlich verkauften Rasen- traktoren vermutete man die, vor allem im Profi-Segment, angespannte Budget-Situation der Gemeinden. Aber obwohl die Gemeinden nach wie vor mit Geld- problemen zu kämpfen haben und der Markt für Roboter jedes Jahr im zweistel- ligen Prozentbereich steigt, konnten sich Rasentraktoren und Aufsitzer dennoch behaupten. Wirkliche Erklärung gibt es dafür keine.
Interessant ist, dass die Stückzahlen in allen Segmente, von den ganz teuren bis hin zu den Billiggeräten „im grünen Be- reich“ liegen. Stark nachgefragt waren im letzten Jahr etwa Geräte im Preisbereich ab Euro 4.000,–. Insgesamt 3.500 Stück werden in diesem Segment verkauft, da- von  allerdings  rund  2.200  Frontmäher. Platzhirsch in diesem Bereich ist vor al- lem Husqvarna.
Gut verkauft konnte mit gut 3.000 Stück auch in der Einstiegsklasse bis Euro 2.000,– werden, im Preisbereich bis Euro 3.000,– wurden rund 3.500 Stück ver- kauft, in der Preisklasse von Euro 3.000,– bis 4.000,– waren es etwas über 2.000 Mäher.

Seite, Heck oder Mulcher

Die ersten Rasentraktoren wurden sei- nerzeit als Seitenauswerfer gebaut. Laut unseren Recherchen liegen die Zahlen in Österreich allerdings mittlerweile im ver- schwindenden  Verkaufsbereich  (jährlich rund 200 bis 300 Stück).  Der  Nachteil der Seitenauswerfer: das Gras bleibt auf der Wiese liegen – und das gefällt immer weniger Nutzern. Der Vorteil der Seiten- auswerfer: sie liegen preislich im unteren Bereich.
Wer heute einen Rasentraktor oder einen Rider kauft, greift vorwiegend zum Heckauswerfer mit Grasfangkorb. Im profes- sionellen Bereich werden Heckauswerfer auch mit Hochentleerung angeboten.
Wer mulchen möchte, kann entweder zu Mulchkit und/oder Mulchmesser greifen– oder er greift gleich zum Frontmäher. Die Aufsitzer mit dem vorne angebrach- ten Mähwerk sind vor allem im Profi- und Semiprofi-Segment gefragt, werden aber zunehmend auch bei Besitzern von Pri- vatgärten immer beliebter.

Benzin, Diesel oder Akku

Bei der Frage nach dem Motor hat ein- deutig der Benziner die Nase vorn. Le- diglich einige Profi-Modelle werden mit Dieselmotoren ausgestattet. Dem Akkutrend folgend arbeiten die Hersteller von Rasentraktoren zwar verstärkt an Traktoren mit Akku-Antrieb, die Erfolge sind bisher aber noch nicht durchschla- gend. Vor allem das Gewicht der Akkus (bei Bleibatterien), sowie die Kosten bei Li-Ionnen-Akkus machen die Entwick- lung von erfolgreichen Akku-Traktoren nicht einfach.

Vertrieb über Fachhandel

Nach wie vor sind Rasentraktoren und Aufsitzmäher – vor allem im höherprei- sigen Bereich – eine Domäne des Fach- handels. Nicht ganz einig sind sich die Anbieter, wenn es um den Vertrieb im Baumarkt geht. Während die meisten Markenanbieter von einem Marktanteil der Baumärkte (und Diskonter) von rund zehn Prozent ausgehen, liegen die Schätzungen bei anderen bei rund zwanzig bis 25 Prozent. Tatsache ist, dass Baumärk- te Rasentraktoren fast ausschließlich im Einstiegssegment  verkaufen  –  und  we- niger bei Markengeräten, als bei Private Label-Geräten punkten.