Ausgabe 03/2016

03 16Ausgabe 03/2016 im Volltext

Marktübersicht Hochdruckreiniger

Markt ist stabil

Wo ein Haus ist, da ist meistens auch ein Hochdruckreiniger zu finden. Immerhin ermöglichen die praktischen Geräte das Reinigen von Fliesen und Platten, Gartengeräten oder Gartenmöbeln, aber auch von Autos, Traktoren oder Baumaschinen ohne großen Kraftaufwand und meistens auch ohne zusätzliche Chemie. Zum überwiegenden Teil werden in Österreich Kaltwasser-Geräte um die 100 bar verkauft.

Der erste Dampfstrahlreiniger stammt aus den USA. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Geräte erstmals auch in Europa in der amerikanischen Besatzungszone von der US-Armee verwendet.
Alfred Kärcher, Gründer des gleichnamigen Unternehmens, nahm es damals auf sich, diese Dampfstrahl-Geräte zu warten und reparieren. Mit diesem Basis-Know How entwickelte Kärcher im Jahre 1950 den ersten europäischen Hochdruckreiniger, den DS 350. Er verbesserte das bis dahin gängige Dampfreinigungsverfahren indem er in dem Dampfkreislauf eine Pumpe vorschaltete und aufgrund des entstehenden Drucks die Reinigungskraft der Geräte wesentlich verbessern konnte.
Als Hochdruckreiniger wird heute grundsätzlich ein Gerät bezeichnet, das mit einem Wasserdruck bis zu 1.000 bar und – gelegentlich – unter Zuhilfenahme von Reinigungsmitteln auch hartnäckige Verschmutzungen entfernt.
Wasserdruck und Fördermenge sind auch die wesentlichen Punkte, um einen Hochdruckreiniger auszusuchen.
So werden Einsteigermodelle, die für die üblichen Reinigungsarbeiten in Haus und Garten durchaus reichen, mit einem Wasserdruck von 80 bis 100 bar angeboten.
Mittelklasse-Modelle liegen bei einem Wasserdruck von 150 bis 200 bar, professionelle Hochdruckreiniger können einen Wasserdruck bis zu 2.000 bar erreichen.
Neben dem Wasserdruck sollte auch die Fördermenge, für die im Wesentlichen die Pumpe verantwortlich ist, im Auge behalten werden. Die kleinsten Geräte bewältigen ca. 400 Liter pro Stunde, Industriereiniger schaffen bis zu 1.500 Liter stündlich.

Consumer kauft Kaltwasser-Geräte03 16 01

In Österreich werden jährlich rund 100.000 elektrische Hochdruckreiniger verkauft, einen ähnliche Zahl wie bei Rasenmähern. Man kann also durchaus behaupten: wo ein Rasenmäher verkauft wird, da ist auch ein Markt für einen Hochdruckreiniger. Auch ähnlich wie bei Rasenmähern hat sich der Markt in den letzten Jahren kaum nach oben entwickelt.
Eine gewisse Markt-Sättigung scheint erreicht zu sein. Anders sieht es am gesamteuropäischen Markt aus, der laut Auskunft international tätiger Anbieter in den letzten Jahren leicht gewachsen ist.

Strom, Benzin und Zapfwelle

Den meisten der Käufer im Consumer-Bereich reicht ein Kaltwasser-Gerät mit einem Druck um die 100 bar. Bei anspruchsvollen Anwendern dürfen es dann entweder ein höherer Druck oder auch ein Heißwassergerät sein.
Benzin-Hochdruckreiniger werden in Österreich ausschließlich im Profi-Segment verkauft. Anders ist dies in Übersee, beispielsweise den USA, wo Benzingeräte einen guten Markt finden.
Für ganz harte Aufgaben finden sich auch noch Hochdruckreiniger, die mit der Zapfwelle eines Traktors angetrieben werden.
Der Trend zum Akkugerät macht auch vor Hochdruckreinigern nicht Halt. In den nächsten Jahren ist – so lässt man bei den Erzeugern durchblicken – hier einiges zu erwarten.
Abgesehen vom Grundgerät und dem entsprechenden Zubehör (Details sind in der Marktübersicht auf zu finden) finden sich auch Hochdruckreiniger mit der Möglichkeit, spezielle Reinigungsmittel zu verwenden.
Im Rahmen der technischen Entwicklung setzten die Erzeuger, den Wünschen der Konsumenten entsprechend, in den letzten Jahren zunehmend auf den Bedienungskomfort der Geräte, etwa bei Schlauchtrommeln oder Düsen – und Anwendungssicherheit. Aber auch das Thema Zubehör und Reinigungsmittel ist von Bedeutung.

Handel wertmäßig gut im Geschäft

Obwohl ein großer Teil der Hochdruckreiniger – vor allem der Einstiegsgeräte, die rund drei Viertel des Marktes ausmachen, – über die Großfläche oder Diskonter verkauft wird, werden Hochdruckreiniger auch beim Fachhandel verlangt. Wie groß der Anteil des Fachhandels wertmäßig ist, darüber sind sich die Anbieter nicht ganz einig. Aber so ungefähr fünfzig Prozent dürften es schon sein.

 

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