Ausgabe 05/2016

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Akku-Kettensägen

Jährliche Verdoppelung der Verkaufszahlen

Alles was mit Akkutechnik zu tun hat, konnte in den letzten Jahren stark an Markt gewinnen. Ob Akkuschrauber, Rasenroboter oder Trimmer – kaum ein Haushalt kommt heute noch ohne Akkugerät aus. Auch Akku-Kettensägen, bisher eher mit Vorsicht betrachtet, befinden sich deutlich im Aufwärtstrend. In den nächsten Jahren rechnet man mit einer jährlichen Verdoppelung der Verkaufszahlen.

Als die ersten Motorkettensägen mit Akkus auf den Markt kamen, wurden sie noch in die Kategorie „Spielzeug“ eingeteilt. Jetzt, rund fünf Jahre später, sind sie ernsthafte Konkurrenten für Elektrosägen mit Kabel geworden.

Allerdings, die großen Stückzahlen gehen auch heute noch nicht über den Ladentisch. Von den jährlich in Österreich verkauften rund 105.000 Motorkettensägen werden immer noch 70.000 bis 72.000 mit Benzinmotor verkauft. Rund 28.000 der Kettensägen sind Maschinen mit Elektromotor und Kabel, der Rest von rund 6.000 Stück besitzt einen Akku.

Haupt-Handicap beim Kauf einer Akkusäge ist vor allem der Preis. Geräte mit Akku kosten nun mal deutlich mehr als ihre Brüder mit Kabel. Bei einem Qualitätsgerät mit Kettensäge, Schwert, Akku und Ladestation, vielleicht auch mit einem zweiten Akku, kommen dann schon leicht 600 bis 900 Euro zusammen. Darüber hinaus schafft ein Akkusäge auch heute noch immer noch nicht mehr als 200 Schnitte, bevor sie wieder aufgeladen muss. Für Waldbesitzer auch deshalb völlig ungeeignet – und das wird auch noch einige Jahre so bleiben.

Ideal ist eine Akkusäge für den privaten Gartenbesitzer, als Zusatzgerät für den Garten- und Landschaftsbauer, die kleinere Bäumchen umschneiden oder Äste kappen müssen. Immer mehr Verwendung finden Akku-Kettensägen aber auch im Gewerbereich bei Tischlern oder Zimmerern.

Doch der Trend zum Akkugerät lässt sich nicht aufhalten: In sieben bis acht Jahren – wird vermutet – haben Akku-Kettensägen Elektrosägen mit Kabel völlig vom Markt verdrängt. Bis auch der Wald zum Terrain der Akku-Kettensägen gehört sollte es aber doch noch einige Jahre mehr (Insider sprechen von zehn bis 12 Jahren) dauern. Aber aufzuhalten ist der Trend eindeutig nicht.

Dazu braucht es aber noch einiges, wie stärkere Akkus, die den benötigten Strom in ausreichender Menge abrufen können. Auch die Laufleistung muss deutlich verlängert werden. Ein Anbieter sieht auch die „dicken“ Ketten als Nachteil.

Argument für den Kauf einer Akkusäge ist vor allem das fehlende Kabel und die weitgehende Unabhängigkeit von der Steckdose. Verkaufsprofis empfehlen, dem potentiellen Kunden die Säge zum Ausprobieren mitzugeben. Die meisten wären nach dem Test so überzeugt, dass sie nur mehr kommen würden, um die Rechnung zu bezahlen.

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