Ausgabe 02/2019

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Freilandausstellung demopark in Eisenach

Technik pur am Flugfeld

Vom 23. bis zum 25. Juni 2019 heißt es auch heuer wieder „Schauen, Angreifen und Testen“, denn dann öffnet Europas größte Freilandausstellung für Kommunaltechnik, Grünflächenpflege und Golfplatzbau auf dem 25 ha großen Flugfeld Eisenach/Kindel in Thüringen/Deutschland ihre Tore.

Am Puls der Praxis, auf Augenhöhe mit dem Anwender 02 19 01demopark– diesem Motto ist die demopark traditionell verpflichtet: „Mit unserem auf einzigartige Weise präsentierten Maschinen-, Geräte- und Systemprogramm schaffen wir für jeden Besucher einen echten Nutzwert“, erläutert Dr. Bernhard Scherer, Messedirektor und Geschäftsführer des demopark-Trägerverbandes VDMA.
Wie zugkräftig die demopark branchenweit ist, verdeutlicht ein Blick auf die Anmeldeliste. Mit rund 400 Ausstellern navigiert der Veranstalter erneut scharf an der Kapazitätsgrenze. Der Grund dafür: Viele Aussteller haben ihre Flächen nochmals deutlich erweitert, um dem Praktiker in einem attraktiven Umfeld noch mehr interessante Technik zeigen zu können.
Aber auch auf internationalem Terrain halten die Messemacher Kurs: „Wir sind stolz darauf, Ende Juni knapp 80 Aussteller aus insgesamt 16 Ländern in Eisenach anzutreffen. Damit bewegen wir uns auf einem anhaltend hohen Niveau“, sagt Scherer.

Branchen optimistisch

Auch die konjunkturelle Entwicklung spielt der Branche in die Karten und die Umsätze aus deutscher Produktion belegen dies: So konnten die produzierenden Hersteller von Maschinen und Geräten für die Grün-, Grau- und Weißpflege in den vergangenen drei Jahren ein Umsatzplus von 4 Prozent realisieren. Damit steht für das abgelaufene Jahr 2018 ein Produktionsvolumen von 440 Millionen Euro in den Büchern.
Das deutsche Marktvolumen, in dem auch das Importgeschäft berücksichtigt ist, liegt sogar bei 750 Millionen Euro. Gliedert man das Gesamtergebnis nach Branchensegmenten und Einsatzfeldern auf, so hat sich die „Weißpflege“, wenn auch von niedrigem Niveau kommend, mit Zuwächsen von 6 Prozent als Wachstumsturbo erwiesen. Das wertmäßig bedeutendste Einsatzfeld, die „Grünpflege“, zeigte Stabilität auf hohem Niveau, was angesichts der extremen Trockenheit im letzten Jahr ein mehr als passables Ergebnis darstellt. Mit einem leichten Plus von 1 Prozent pendelt sich die „Graupflege“, also die Pflege von Stein-, Asphalt-, Kiesund Schotterflächen, dazwischen ein.
„Ursache dieses gemischten Konjunkturbildes war im positiven Sinne der in der Saison 2017/2018 – zumal in alpinem Gebiet – durchaus ordentliche Winter, im negativen Sinne die Jahrhundertdürre des vergangenen Sommers. Letztere machte sich vor allem im Norden und Osten Deutschlands bemerkbar. Die einzigen Profiteure waren hier Spezialisten für Bewässerungs- und Beregnungsanlagen“, resümiert Scherer.
Umsatzplus von 6 Prozent
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der VDMA ein weiteres Wachstum. Der Auftragseingang, der unter Konjunkturexperten als maßgeblicher Frühindikator gilt, weist aktuell segmentübergreifend nach oben und liegt zwischen 3 und

4 Prozent im Plus.

2019 erwartet die Industrie für das deutsche Produktionsvolumen ein sattes Plus von 6 Prozent auf dann gut 466 Millionen Euro. Naturgemäß zeichnet sich ein solcher Wachstumspfad in den einzelnen Absatzmärkten in unterschiedlicher Intensität ab. Im vergangenen Jahr konnten in Frankreich, dem größten Ausfuhrmarkt der Branche, gute Geschäftsabschlüsse realisiert werden. Nahezu jede vierte Maschine, die für den Export bestimmt ist, tritt die Reise in das westliche Nachbarland an. Ähnlich positiv sieht die Exportbilanz in die Niederlande aus, die für 15 Prozent der deutschen Ausfuhren stehen. Aber auch in Polen und der Tschechischen Republik fährt die GaLaBau- und Kommunaltechnikbranche mittlerweile nennenswerte Erfolge ein. „Auf lange Sicht dürften beide Länder zu den Top-Wachstumsmärkten aufschließen.
Ebenfalls im Kommen ist Asien, wohlgemerkt auch und gerade als Exportmarkt. Offensichtlich ist auch dort zunehmend innovative Profitechnik auf verlässlichem Qualitätsniveau gefragt“, so die Einschätzung Scherers.

Klar auf Digitalisierungskurs

Technisch stehen die Zeichen klar auf Digitalisierung. „Wir beobachten aktuell vor allem eine Entwicklung, die dafür sorgt, dass Automatisierung und Digitalisierung verstärkt zu einer funktionalen Einheit verschmelzen“, sagt der VDMA-Geschäftsführer. Im Ergebnis seien „mehr Effizienz und weniger Stillstandzeiten, bessere Dokumentation und weniger Bürokratieaufwand“ zu erwarten.
Außer Frage steht: Autonome Bedienkonzepte, Predictive Maintenance, vernetzte Fahrzeugkonzepte, digitale Logistikketten und softwaregestützte Dokumentationsprozesse prägen dieser Tage das Innovationsgeschehen. In den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Hersteller wird jedenfalls auf Hochtouren daran gearbeitet. Immer unter der Prämisse eines gesteigerten wirtschaftlichen Nutzens, der mittlerweile jedoch in hohem Maße mit Fragen des Komforts und der Bedienerfreundlichkeit verbunden sein muss.

Sonderschauen

Als Zukunftsbühne gibt sich die demopark allerdings nicht damit zufrieden, Innovation ausschließlich auf Maschinen- und Geräte- Ebene zu thematisieren.
Mit der Sonderschau Baum-Generator möchte der Veranstalter die Besucher spielerisch für die Bedeutung des Baums im Stadtgrün sensibilisieren. Eingebunden in die „C2tree“-Initiative, die sich seit vielen Jahren auf Basis eines Sponsoring-Ansatzes bundesweit für nachhaltige Baumpflanzungen einsetzt, wird die Sonderschau insbesondere der komplexen Technik der Großbaumverpflanzung Raum geben.
Ganz auf Innovationskurs präsentiert sich auch die diesjährige Ausgabe der Sonderschau Rasen, die mit brandaktuellen Pflegekonzepten für den Rasenprofi aufwarten kann. Unter anderem widmet sich der Greenkeeper-Rasentag 2019 dem digitalen Zukunftsthema „Programmierbare Assistenzsysteme“.
„Mit dem demopark-Kommunaltag wollen wir am Messedienstag an den Erfolg der vergangenen Veranstaltung nahtlos anknüpfen“, sagt Scherer. Unter dem Motto „Praxisorientierte Technologien für die Kommune“ werden interessante Konzepte und Neuheiten präsentiert und diskutiert. Dabei sollen digitale Vernetzungsideen ebenso Berücksichtigung finden wie konventionellere Ansätze.

www.demopark.de