Mähroboter zum Jubiläum
Zehn Jahre nach dem Markteintritt nutzt Ego Power+ das Jubiläumsjahr für einen strategischen Schritt: Erstmals bringt das Unternehmen Mähroboter auf den Markt. Mit der neuen Generation rund um das System Aura R2 positioniert sich Ego in einem sich grundlegend wandelnden Segment. Der Einstieg ist als umfassender Ansatz gedacht, der Technik, Anwendung und Service verbindet.

Ein System muss funktionieren
„Ein System ist schön, wenn es funktioniert“, formulierte Ronald Hrnecek (GF Hochfilzer) und brachte damit den Kern auf den Punkt. Dieser Systemgedanke prägt die gesamte Robotikstrategie von Ego. Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit stehen im Mittelpunkt – mit dem Anspruch, Technologien nicht nur zu präsentieren, sondern auch im Einsatz und im Service stabil umzusetzen.
Ein Markt in Bewegung
Axel Stemmer (GF Ego Deutschland) beschreibt den Markt als „dynamisch wie nie“. Kabelgeführte Systeme verlieren an Bedeutung, während Anwender technisch versierter werden und mehr Kontrolle sowie vernetzte Lösungen erwarten. Gleichzeitig treibt insbesondere KI die Entwicklung voran. Die steigende Komplexität betrifft Entwicklung ebenso wie Beratung, Installation und Service im Fachhandel.
Vier Jahre konsequente Entwicklung
Ego hat vier Jahre in die Entwicklung eigener Robotiklösungen investiert, mit Fokus auf Eigenentwicklung. Die Navigation basiert auf einer Kombination aus RTK und binokularer Kamera. Parallel wurden Wartungsfreundlichkeit, Bedienbarkeit und funktionales Design weiterentwickelt.
Einstieg mit Systemanspruch
Mit Aura R2 startet Ego mit drei Modellen: RMR6000E, RMR3000E und RMR1500E. „Aura R2 ist kein Produkt, sondern ein System“, betont Stemmer – im Fokus steht das Zusammenspiel von Technik, Software und Service.
Navigation als zentrale Herausforderung
Im Zentrum steht die Navigation: Path IQ kombiniert visuelle Inertialmessung und kartierungsbasierte Verfahren, um auch ohne durchgehende GPS-Abdeckung präzise zu arbeiten. Systeme zur Umfeldanalyse ergänzen dies.
Ein weiterer Schritt ist NRTK als Alternative zur klassischen Antenne. Die Geräte sind vorbereitet, die Nutzung ist ab September 2026 geplant.
Anwendung im Fokus
Die Geräte arbeiten systematisch statt zufallsbasiert, erkennen Hindernisse und vermeiden Kollisionen. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen bleibt die Orientierung erhalten.
Flächen lassen sich in bis zu 40 Mähzonen unterteilen und individuell konfigurieren. Schnitthöhen und Mährichtungen sind anpassbar. Für den Fachhandel wichtig: Zugriff auf Gerätedaten für Servicezwecke.
Service als Teil des Systems
Service ist zentraler Bestandteil. Digitale Lösungen bündeln Informationen, erleichtern Diagnose und reduzieren Aufwand. Die Vernetzung zwischen Händler, Hersteller und Entwicklung unterstützt schnelle Fehleridentifikation. Ergänzt wird dies durch strukturierte Supportsysteme und digitale Werkzeuge.
Nachhaltigkeit als Strategie
Nachhaltigkeit ist Teil der Ausrichtung. Der neue Standort in Steinheim an der Murr wird unter anderem mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Gleichzeitig zeigen sich regionale Unterschiede: Während Akku-Technologien in Teilen Europas etabliert sind, besteht in Süd- und Osteuropa noch Entwicklungsbedarf.
Einordnung für den Fachhandel
Für den Fachhandel ergibt sich ein differenziertes Bild: steigende Komplexität, aber auch gezielte Unterstützung durch digitale Tools, Diagnosemöglichkeiten und direkten Supportzugang.
Auch Schulungen werden ausgebaut – mit neuen Trainingsangeboten und einem eigenen Schulungszentrum. Das Geschäft verschiebt sich damit stärker in Richtung service- und systemorientierter Leistungen.
Mit dem Einstieg in den Mährobotermarkt erweitert Ego sein Portfolio um ein wachsendes Segment und verbindet dies mit konkreter Unterstützung für Beratung, Installation und Service im Handel.

Perspektiven der Geschäftsführung
Im Gespräch mit Ego Managing Director Michael Pan und Hochfilzer-GF Ronald Hrnecek (Ego Generalvertretung Österreich) werden die Hintergründe dieses Einstiegs sowie die weiteren strategischen Überlegungen vertieft. Dabei geht es unter anderem um die Rolle des Fachhandels, die Entwicklung des Marktes und die Bedeutung von Service im Gesamtsystem.
ÖMM: Herr Pan, Ego Power+ feiert dieses Jahr sein 10-jähriges Jubiläum. Pünktlich zu diesem Meilenstein vollziehen Sie einen historischen Schritt: Mit der Aura R2-Serie bringt Ego seine allererste Generation von Mährobotern auf den Markt. Warum ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um dieses Segment zu betreten?
Michael Pan: Das ist eine bewusste Entscheidung unserer Unternehmensphilosophie. In den vergangenen zehn Jahren haben wir uns als Hersteller handgeführter Akku-Geräte etabliert. Wir hätten schon früher einen Roboter bauen können, aber unser Anspruch war: Wenn Ego in die Robotik einsteigt, muss das Produkt perfekt funktionieren und einen echten Mehrwert bieten. Wir setzen auf Qualität statt auf reine Geschwindigkeit beim Markteintritt. Aura R2 ist nun das Ergebnis jahrelanger, intensiver Entwicklung.
ÖMM: Herr Hrnecek, als Generalvertretung für Österreich begleitet Hochfilzer Ego seit vielen Jahren. Wie wird diese Premiere – der erste Ego-Roboter überhaupt – vom österreichischen Markt aufgenommen?
Ronald Hrnecek: Die Erwartungshaltung ist groß: Der Markt kennt die Vorzüge des Ego-Sortiments bereits. Dass Ego nun dieses technologische Know-how in einen Roboter transferiert, ist für den Fachhandel ein echtes Highlight. Wir von Hochfilzer sehen darin die logische Weiterentwicklung des Sortiments. Das Vertrauen, das sich die Marke in zehn Jahren aufgebaut hat, ist das Fundament für diesen erfolgreichen Launch.
ÖMM: Herr Pan, Sie verfolgen eine sehr strikte Strategie bezüglich der Vertriebskanäle, wie sieht diese genau aus?
Michael Pan: Aura R2 ist exklusiv dem qualifizierten Fachhandel vorbehalten. Wir verzichten ganz bewusst auf den DIY-Sektor oder klassische Baumärkte. Warum? Weil wir überzeugt sind, dass ein modernes Premium-Angebot nur dann langfristig funktioniert, wenn das Service-Niveau im Gesamtsystem stimmt. Wir suchen keine bloßen „Wiederverkäufer“, sondern Partner, die sich gemeinsam mit uns zu dieser neuen Kategorie committen. Wer diesen Weg mit uns geht, profitiert von einem geschützten Markt, einem exklusiven Produkt und unserem vollen Support.
ÖMM: Herr Hrnecek, das ist ein starkes Bekenntnis. Wie sieht diese Partnerschaft in der Praxis aus, um den Fachhandel über den reinen Produktverkauf hinaus zu unterstützen?
Ronald Hrnecek: Wir setzen klar auf Tradition. Unser Motto ist: Wir wollen Partner sein und nicht bloß Verkäufer. Das bedeutet, dass wir den Fachhandel als Generalvertretung massiv entlasten und stärken. Wir bieten ein ganzheitliches Konzept, das modernen Service und attraktive Angebote bündelt. Da Aura R2 Teil des Ego-Ökosystems ist, profitieren Händler vom „Plattform-Effekt“ – es wird eine Systemlösung verkauft, bei der das Vertrauen der Anwender bereits vorhanden ist. Wir unterstützen unsere Partner dabei, sich im kompetitiven Marktumfeld, auch im Commercial-Bereich, durch Kompetenz und Service-Sicherheit abzuheben.
ÖMM: Herr Pan, wie würde für Sie das perfekt erste Jahr nach Marktstart der Aura R2-Serie aussehen? Was ist Ihr Ziel für diese Premiere?
Michael Pan: Unser Ziel ist es, dass Aura R2 beweist, dass Ego auch in der Robotik für kompromisslose Verlässlichkeit steht. Wir wollen zeigen, dass wir neue Kategorien erschließen können, ohne unsere DNA zu verlieren. Wenn wir nach zwölf Monaten eine hohe Zufriedenheit bei den Profi-Anwendern und eine starke Bindung zu unseren Fachhandelspartnern haben, dann war dieser Einstieg ein voller Erfolg. Und ich kann versprechen: Das ist erst der Anfang unserer Expansion in neue technologische Bereiche.
ÖMM: Lieber Herr Pan, lieber Herr Hrnecek, vielen Dank für das Gespräch!














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